CMS für Blogger: Von Content Management Systemen und WordPress

Wer einen Blog starten will, kommt um ein sogenanntes Content Management System – kurz CMS – nicht herum und tatsächlich ist jede Angst für den Newcomer unbegründet. Heutige CMS-Ideen sind in der Regel kostenlos und auch schnell installiert, die „Großen“ bringen zudem dank ihrer Community jede Menge Designs und Extras mit. Doch welche Content Management Systeme gibt es im Netz und welches ist wieder die beste Idee für den Blogger? Hier gibt’s die Antworten…

 

 

Vier Content Management Systeme und ihr Einsatz

Dank cleverer Programmierer gibt es mittlerweile unzählige CMS-Varianten, welche großteils gratis angeboten werden. Letzten Endes dürften aber nur wenige wirklich interessant sein, nämlich vier: WordPress, Typo3, Drupal und Joomla. Alle vier Content Management Systeme haben ihre eingeschworenen Fans und – viel wichtiger – weltumfassende Community, die ständig für neue Zusatzprogramme (Widgets, Module), Designs, Erweiterungen und Updates sorgt.

Jedes CMS hat seine ganz eigenen Vor- wie ebenso Nachteile. Joomla ist vor allem was für richtig große Seiten und Portale, erfordert obendrein auch einiges an Knowhow. Für Typo3 dürfte ähnliches gelten, wobei Typo3 auch gern für Shops genutzt wird. Drupal ist im Vergleich schon um einiges einfacher, von Haus aus allerdings recht spartanisch aufgebaut, weswegen vieles über sogenannte Module erweitert werden muss. Des Bloggers Liebling heißt daher WordPress, das bereits in der Standardversion alles bietet, was das Bloggerherz glücklich macht.

WordPress: Voraussetzung für die Installation

WordPress wirbt auch gern mit seiner 5-Minuten-Installation, wobei diese zugegeben doch etwas länger dauert, rechnet man Arbeiten wie Vorbereitungen und Upload des CMS ein. Jedoch ist WordPress aufgrund seines schlanken Codes – und im Gegensatz zu so manchen Konkurrenten – relativ schnell startklar. Legt der Blogger auf Standard, kann der Blogger-Novice innerhalb einer Stunde seinen ersten (Blog)Artikel online stellen, wo andere Content Management Systeme noch mit dem Upload der Dateien beschäftigt sind.

Selbstredend braucht selbst WordPress einige Voraussetzungen zur Installation, die jedoch kaum außergewöhnlich sind. Im Grunde sind vor allem zwei Voraussetzungen wichtig, nämlich PHP (mindestens Version 5.2.4, besser aber ab PHP 7) sowie MySQL (ab Version 5.0) für die nötige Datenbank des CMS. Daher sollte an erster Stelle ein entsprechender Hoster samt Webspace gefunden werden. Ebenfalls interessant wäre obendrein das Apache mod_rewrite Modul, welches allerdings nicht zur eigentlichen Installation nötig ist, sondern allein aus „kosmetischen“ Gründen und für sogenannte sprechende URLs, Stichwort Google.

Nicht direkt nötig, aber trotzdem empfehlenswert, sind außerdem ein Linux-Server, wobei dieser keine Pflicht ist. Zudem ein PHP Memory-Limit von mindestens 64 MB oder – noch besser – höher. Wer noch keinen Hoster seines Vertrauens gefunden hat, sollte beim Vergleich nicht allein auf die Kosten achten, sondern ruhig direkt per Mail nachfragen. Viele Hostinganbieter bieten spezielle Pakete gezielt für WordPress-Installationen. Die jährlichen Kosten, samt Domain, Webspace und Datenbank, belaufen sich auf zehn bis maximal 30 Euro. Zumindest im Einsteigersegment.

Installation WordPress: Schritt für Schritt

Die eigentliche Installation ist schließlich alles andere als schwer, ein abgeschlossenes Informatik-Studien ist nicht erforderlich. Ist die aktuelle WordPress-Version von der deutschen WP-Seite wpde.org heruntergeladen, muss zuerst die Zip-Datei entpackt werden. Dann per FTP-Programm (z.B. Filzilla) auf den Webspace hochladen.

Als nächstes gilt es, die Datei „wp-config-sample.php“ zu öffnen und einige wenige Einstellungen vorzunehmen. Auch hier wieder ein Tipp: Die wp-config-sample.php ist am besten im normalen Text-Editor zu ändern, Word oder OpenOffice Writer! sollten hingegen nicht genutzt werden. Wurde die wp-config-sample.php geöffnet, trage die Daten Deiner zuvor angelegten Datenbank ein (DB-Name, DB-User, DB-Password), außerdem müssen einige „Schlüssel“ eingegeben werden. Wer keine Lust zum langen Grübeln verspürt, findet online unter https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt eine automatisch generierte Vorlage dieser immerhin acht Keys, die fix in die wp-config-sample.php übertragen sind. Die Datei wird nun einfach gespeichert und – wieder wichtig – von „wp-config-sample.php“ in „wp-config.php“ umbenannt.

Sämtliche Dateien werden nun via FTP auf den Server übertragen, die Daten „readme“ und „liesmich“ können übrigens übergegangen werden. Ab hier ist die weitere Installation ein wahres Kinderspiel, sind nämlich alle Dateien auf den Server hochgeladen, brauchst Du nur noch „www.deine-domain.de/wp-admin/install.php“ in den Browser Deiner Wahl eingeben. Wurde die „wp-config.php“ richtig konfiguriert und sind alle Dateien ordnungsgemäß auf den Server übertragen, dürfte beim Aufruf der URL alles weitere selbsterklärend sein. Tatsächlich muss jetzt nur noch der Blogtitel, ein Passwort sowie eine gültige eMail genannt werden, den Rest übernimmt WordPress. Wichtig: Der (Standard)Benutzername „admin“ sollte auf jeden Fall geändert werden, da WordPress hier quasi traditionell eine Einladung für jeden Hacker bietet. Das war es dann allerdings schon, ein letzter Klick auf „WordPress installieren“ und die Installation ist tatsächlich schon erledigt!

WordPress Installation: Die klassischen Fehler

Natürlich können durchaus Fehlermeldungen bei der Installation von WordPress auftauchen, meist dürften diese jedoch eigene „Schnitzer“ und daher mehr oder minder schnell mit einer kleinen Einstellung behoben sein. WordPress nennt sogar selbst einige „klassische“ Pannen, welche bei der Installation auftreten können, die allesamt aber noch lange keinen Beinbruch darstellen.

 

 

Die meisten Fehlerquellen sind menschlich bedingt. Der größte Klassiker zeigt sich prompt beim (ersten) Versuch der WP-Installation. Erscheint im Browser die Meldung „Error establishing a database connection!“ dürfte die Wahrscheinlich hoch sein, dass der Fehler in der wp-config.php liegt und Datenbankname, Benutzer und/oder Passwort falsch eingetragen wurden. Hier lohnt ein Blick in die wp-config.php, oft hat man sich schlichtweg mit einem Buchstaben oder einer Zahl vertan und das Problem ist schon behoben. Ebenso könnte der Fehler bei der Datenbank direkt liegen, also am Server, hier hilft der Hoster weiter.

Ein anderer „klassischer“ Fehler bei der Installation von WordPress wäre obendrein diese Meldung:

Dieser Bug ist ebenfalls recht simpel zu erklären, der Server unterstützt ganz einfach kein PHP. Das aber ist für WordPress unbedingt nötig, da das CMS eben auf jener Programmiersprache basiert. Auch hier ist Hilfe schnell da, eine Mail an den Hoster und ein abschließendes Update des gebuchten Webspace dürften reichen und die Installation schließlich doch gelingen lassen. Im allerschlimmsten Fall lohnt ein neuer Webhoster, wobei PHP heute eigentlich die Regel ist und bei keinen Webpaket mehr fehlen dürfte.

Bloggers Liebling: Das Fazit zu WordPress und Co.

Im Fazit ist WordPress jedenfalls die beste Idee für Blogger, was insbesondere für Einsteiger ohne jede Erfahrung oder gar höhere Programmierkenntnisse gilt. Trotzdem ist auch WordPress nicht fehlerfrei oder das automatisch beste aller Content Management Systeme. Die Konkurrenz – speziell Drupal, Joomla und Typo3 – haben ebenfalls ihre überzeugten Anhänger, Entwickler und Fans und daher ebenfalls ihre ganz eigenen Vor- wie aber ebenso Nachteile. Letztere sind bei WordPress natürlich keineswegs ausgeschlossen, wobei die Vorteile doch deutlich überwiegen dürften.

Kein CMS bringt schon im Basispaket so viel mit wie WordPress, neue Designs (Themes) oder zusätzliche Widgets können mittlerweile direkt im Admin-Bereich geladen werden, ein Web-FTP ist eigentlich gar nicht mehr nötig; außer zum (einmaligen) Upload der WP-Dateien. Zudem stehen für WordPress extrem viele Themes und nürzliche Plugins zur Verfügung, die größtenteils auch noch absolut kostenlos sind. Wer es hingegen etwas individueller oder professioneller mag, kann für wenige Euro oder Dollar ein Premium-Theme erwerben, das den Blogger kaum arm machen dürfte.

WordPress dürfte für Blogger daher tatsächlich das beste CMS sein, egal ob im (internen) Upload von Bildern, der einfachen Verlinkung und Verknüpfung einzelner Seiten untereinander oder aber dem schnellen Zufügen weiterer Zusatzfunktionen via neuer Widgets. Obendrein gestaltet sich die Installation von WordPress kinderleicht, die Einarbeitung selbsterklärend. Kurzum: WordPress ist schnell erlernbar und ebenso rasch einsatzbereit!

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