Bloggen: Das Onlinemarketing-Instrument für Existenzgründer

Ein voller Terminkalender ist bei Existenzgründern an der Tagesordnung. Sowohl finanzielle als auch personelle Ressourcen stellen bei Start-Ups limitierende Faktoren dar, noch dazu sind freie Zeitfenster oft knapp bemessen. Um die Geschäftsidee unter diesen Bedingungen erfolgreich zu vermarkten und sich gleichzeitig von Wettbewerbern abzuheben, ist ein durchdachtes Marketing jedoch unumgänglich.

Bevor wir explizit auf das Bloggen eingehen, zeigen wir Ihnen, welche nicht von der Hand zu weisenden Vorteile das Onlinemarketing grundsätzlich bietet.

Vorteile des Onlinemarketings

Der persönliche Dialog zwischen dem Kunden und dem Händler ist früher immer ein wesentlicher Bestandteil gewesen, der die Konsumentscheidung beeinflusst hat.

Dieser direkte Dialog wurde jedoch, im Zuge der Etablierung des Massenmarketings („One-Way-Kommunikation“), vor etwa 150 Jahren, ausgeschaltet. Hierbei war nicht vorgesehen, dass Kunden auf diese Werbebotschaften – abgesehen vom Kauf eines Produktes – reagieren oder mit ihnen interagieren.

Heutzutage geht der Trend jedoch wieder zurück zum Dialogmarketing, welches nun aber online stattfindet. Diese sogenannte „Two-Way-Kommunikation“ zeichnet sich dadurch aus, dass Kunden mit dem Unternehmen in einer wechselseitigen Kommunikation stehen und nicht mehr nur passive Empfänger von Werbebotschaften sind. Werbung beschränkt sich online nicht mehr lediglich auf deren Konsum. Kunden fordern einen Dialog auf Augenhöhe und wollen von den Unternehmen ernst genommen werden. Gelingt es, auf diese veränderten Bedürfnisse einzugehen, lassen sich Kunden langfristig an das Unternehmen binden.

Onlinemarketing stellt dabei gerade für Unternehmen, in denen kein großes Budget zur Verfügung steht, eine sehr gute Alternative zu klassischer Werbung dar.

Die zur Verfügung stehenden Maßnahmen zeichnen sich durch ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aus. Für das Erstellen einer Präsenz in sozialen Netzwerken, Communities, Videoportalen etc. fallen keinerlei Kosten an – lediglich ein gutes Gespür für die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe sowie der Zeitaufwand zur Erstellung redaktioneller Inhalte sind erforderlich.

Eine weitere Chance des Onlinemarketings besteht in der großen Reichweite. Die Vermarktung ist nicht regional beschränkt und kann über Ländergrenzen hinweg zeitnah und ortsunabhängig erfolgen.

Die Darstellung auf Online-Kanälen kann optisch ansprechend gestaltet und mit Multimedia-Anwendungen auf vielfältige Weise aufgewertet werden. Ob Bilder, Videos oder Audiodateien – auf diese Weise lassen sich Produkte und Dienstleistungen gekonnt in Szene setzen.

Der Vorteil von sozialen Netzwerken, Foren, Communities und so weiter besteht darin, dass die Zielgruppe bereits durch ihr Beitreten Interesse an einer bestimmten Thematik bekundet hat. So können Existenzgründer ihre Adressaten themenbezogen und gezielt ansprechen – nahezu ohne Streuverluste.

Die Reaktionen der Konsumenten auf den genannten Plattformen dienen Existenzgründern quasi als kostenloses Marktforschungsinstrument. Durch die Analyse von Kommentaren und Nachrichten lässt sich herausfinden, worauf die Zielgruppe Wert legt und welche Aspekte künftig einer Verbesserung bedürfen. Durch diese Informationen können das Pre- und After-Sales-Management zeitnah optimiert werden.

Des Weiteren zeichnen sich Onlinemarketing Maßnahmen durch sehr gute Möglichkeiten zur Erfolgskontrolle aus. Ob die Anzahl der Klicks und Fans auf Facebook, die Anzahl der Blog-Leser, oder weitere wichtige Kennzahlen: Die Erfolge der eingesetzten Maßnahmen lassen sich mit Hilfe von Statistik-Tools zu jeder Zeit kontrollieren, nachvollziehen und darüber hinaus bei Bedarf auch in Echtzeit anpassen.

Sie sehen schon: Onlinemarketing stellt für Existenzgründer eine erschwingliche Alternative zu klassischen Marketing-Instrumenten dar.

Zu beachten ist jedoch: Eingesetzte Maßnahmen sollten niemals „mal schnell nebenbei“ oder planlos erfolgen. Ganz im Gegenteil: Ein ausgefeiltes Konzept und eine planvolle Umsetzung sind, wie im klassischen Marketing auch, das A und O – und dafür sollte sich jeder Gründer genügend Zeit einräumen, egal wie turbulent es im Alltag zugeht.

Kommen wir nun zu einem der beliebtesten Instrumente – dem Blog!

Bloggen für die Zielgruppe

Blogartikel sind heutzutage aus dem Internet nicht mehr weg zu denken. Ob zur Information über Produkte und Dienstleistungen, Beschreibungen, Berichte oder zur reinen Unterhaltung – viele Unternehmen haben Blogartikel als bedeutendes Onlinemarketing-Instrument erkannt.

Unternehmen aller Größen und Branchen profitieren, genau wie Existenzgründer, in vielfältiger Art und Weise von Blogartikeln:

Blogartikel stellen ein Instrument dar, um mit den Usern auf Augenhöhe zu kommunizieren. So dient ein Blog nicht nur zur Neukundengewinnung, sondern auch zur Bindung von Stammkunden.

Aktuelle und potentielle Kunden können über Blogartikel mit wichtigen Informationen rund um das Unternehmen – oder in Verbindung stehenden Themen – „versorgt“ werden. Mittels eines lockeren Schreibstils werden diese Informationen ansprechend aufbereitet, so dass für den Nutzer ein Mehrwert generiert wird. Über soziale Netzwerke lassen sich Blogartikel mit wenigen Klicks teilen und steigern so den Bekanntheitsgrad des Unternehmens. Auch die Suchmaschinenoptimierung profitiert von der regelmäßigen Erstellung von Blogartikeln. Eine wichtige „Weisheit“, von der Sie sicherlich bereits gehört haben, lautet „Content is King“. Das bedeutet, dass insbesondere die Suchmaschine Google, einzigartigen und mehrwerthaltigen Content in Form von Blogartikeln honoriert. Redaktionelle Inhalte sind schließlich schon seit geraumer Zeit ein wesentlicher Rankingfaktor.

Doch keine Frage: Die Erstellung immer neuer redaktioneller Inhalte erfordert Ressourcen. Gerade Existenzgründer haben jedoch häufig einen turbulenten Alltag und nicht selten fällt es da schwer, regelmäßig Blogartikel zu verfassen.

Um von einem Blog als Instrument des Onlinemarketings trotzdem zu profitieren, gibt es nun verschiedene Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: Artikel vorausplanen

Immer mal wieder tut sich, auch im stressigen Alltag, ein Zeitfenster auf. Dies lässt sich hervorragend zum Recherchieren und Schreiben nutzen. Gängige Content-Management-Systeme (CMS), wie zum Beispiel WordPress, bieten die Funktion, die Veröffentlichung von Artikeln vorauszuplanen. Dazu pflegt man einfach den entsprechenden Artikel ein und plant die Veröffentlichung für ein bestimmtes Datum. So kann man sichergehen, dass auch in turbulenten Zeiten Artikel veröffentlicht werden.

Möglichkeit 2: Das Team einbeziehen

Existenzgründungen finden häufig nicht als Einzelperson statt, sondern umfassen ein ganzes Team. Sprechen Sie sich mit den Teammitgliedern ab – vielleicht verteilen Sie grob die Themengebiete, denen sich jeder einzelne widmen kann und vereinbaren regelmäßige Termine, zu denen jeder einen Blogartikel veröffentlichen soll. Durch die Vorausplanen-Funktion, wie eben erläutert, können die Artikel ja schon einige Wochen im Voraus vorbereitet werden. So verteilt sich die redaktionelle „Last“ auf mehrere Schultern, verschiedene Themengebiete werden von den jeweiligen Fachexperten abgedeckt und man gerät nicht ins Hintertreffen, was die regelmäßigen Veröffentlichungen angeht.

Wichtig ist, dass die jeweiligen Blogger gerne, unterhaltsam und vor allem fehlerfrei und flüssig schreiben. Es bringt nichts, jemanden zum Schreiben zu animieren, der sich von Natur aus dafür einfach nicht interessiert.

Möglichkeit 3: Einen Blogger engagieren

Klar, das Budget ist als Gründer häufig knapp. Nicht selten erhält man aber Gründungsförderungen oder kann auf Erspartes zurückgreifen, um das eigene Marketing voranzutreiben.

Wer keine Zeit hat, sich der Sache selbst zu widmen, kann zum Beispiel einen Blogger engagieren, der sich mit dem jeweiligen Themengebiet gut auskennt. Jemand, der professionell bloggt, verfügt nicht nur über das nötige Gespür für die Zielgruppe, sondern weiß auch seinen Schreibstil „marketingtechnisch“ einzusetzen und hat Kenntnis, worauf es beim Bloggen noch ankommt – nämlich auch, die „Bedürfnisse“ der Suchmaschine zu befriedigen.

Doch woher einen Blogger „nehmen und nicht stehlen“? In unserem Portal Bloggerjobs.de können Sie durch die Angebote der Blogger stöbern oder selbst ein Gesuch aufgeben, um schnell einen passenden Autor für Ihre zukünftigen Artikel zu finden. Eine faire Entlohnung ist wichtig – dennoch wird das Engagieren eines professionellen Bloggers das Existenzgründer-Budgets nicht zu sehr strapazieren.

Fazit: Das Gesamtkonzept ist entscheidend

Ein professionell geführter Blog bietet eine hervorragende Grundlage für das eigene Marketing. Flankierende Maßnahmen, wie die Präsenz in sozialen Netzwerken, bieten sich zusätzlich an, um die Artikel zu teilen und eine größere Reichweite zu erzielen.
Eine einzelne Maßnahme wird nicht zum Erfolg führen – es ist immer ein Bündel an Instrumenten notwendig, um sich bzw. sein Unternehmen erfolgreich zu vermarkten. Die Instrumente des Onlinemarketings eignen sich aufgrund des Kosten-Nutzen-Verhältnis hervorragend, um langfristig erfolgreich zu sein.

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