Guter Content ist das A und O: Studie „The State of Content“

„Content is King“ – dieser Spruch ist schon fast ein „alter Hut“, denn: Wie wichtig hochwertiger Content im Rahmen einer ganzheitlichen Onlinemarketing-Strategie ist, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Fakt ist aber auch: Die Bedürfnisse der User verändern sich stetig und unterliegen aktuellen Trends. Und wenn sich die Erwartungen der Konsumenten verändern, müssen sich auch die Ersteller von Content an die geänderten Bedürfnisse anpassen, um mit ihrer Strategie langfristig erfolgreich zu sein.

Erst kürzlich hat Adobe Systems, ein US-amerikanisches Software-Unternehmen, eine interessante Studie – mit dem Titel „The State of Content: Expectations on the Rise“ – veröffentlicht, in der es sich um die Erwartungen und Gewohnheiten von Usern im Hinblick auf hochwertigen Content im World Wide Web dreht. Im Folgenden haben wir die Rahmenbedingungen der Studie und die wichtigsten Ergebnisse für Sie zusammengefasst.

Die Rahmenbedingungen der Adobe-Studie

Im Rahmen der Adobe-Studie wurden, zwischen dem 12. und 16. September 2015 mehr als 12.000 US-amerikanische User über 18 Jahren zu ihrem Online-Nutzungsverhalten befragt. Ziel war es zu eruieren, welche Erwartungen an guten Content gestellt werden und auf welche Art und Weise dieser „konsumiert“ wird.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

73% aller Befragten gaben an, dass es wichtig sei, wenn sich der Content der Displaygröße des verwendeten Endgeräts anpasst. Dies zeigt, welche Bedeutung heutzutage der mobilen Optimierung von Websites, Onlineshops, Blogs etc. zukommt.

Unser Tipp für Webentwickler: Hier bewährt sich besonders der „Mobile-First“-Ansatz, bei dem der Onlineauftritt von der kleinsten zur größten Bildschirmgröße hin entwickelt wird.

Aber nicht nur eine vorhandene Optimierung des Contents für verschiedene Bildschirmgrößen ist ein ausschlaggebendes Kriterium für die Zufriedenheit der User. Betrachten wir deshalb nun, aus welchen Gründen eine Website häufig verlassen wird – auch das wurde in der Adobe-Studie treffend zusammengefasst:

  • Die Seite selbst oder einzelne Anzeigeobjekte laden zu langsam.
  • Der Content ist zu lang und zu unübersichtlich.
  • Der Content ist, in Bezug auf das Layout oder die Bildauswahl, nicht ansprechend aufbereitet.

Lange Ladezeiten sind ein „KO-Kriterium“ – dauert es zu lang, bis eine Website oder einzelne Anzeigeobjekte, wie Bilder, Infografiken und Videos, abgerufen werden können, führt das schnell zur Frustration und im Endeffekt auch dazu, dass die Seite vorzeitig verlassen wird. Aber auch unstrukturierter Content, der sich nicht leicht überfliegen lässt, stellt eine Herausforderung für die User-Experience dar. Schließlich möchte man direkt mit einem Blick die Textstelle eruieren können, die für die eigene Suche relevant ist – und zwar ohne dabei gleich den gesamten Text lesen zu müssen. Generell gilt, dass Content sehr gut aufbereitet und leicht zu „konsumieren“ sein muss, da ansonsten die Gefahr besteht, die User langfristig zu verprellen.

User stehen Online-Inhalten generell nicht sehr kritisch gegenüber – auch das belegt die aktuelle Studie. Sie überprüfen häufig nicht ob der Content, den sie konsumieren und in ihren sozialen Netzwerken teilen, tatsächlich richtig recherchiert ist und von einer glaubwürdigen Quelle stammt. Dagegen steht „Entertainment-Faktor“, also der Unterhaltungswert der jeweiligen Inhalte, im Mittelpunkt. So kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass 29 % aller Befragten unterhaltsame Inhalte wichtiger finden, als dass der Content sorgfältig recherchiert ist und von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch: Rund 68% aller Befragten vertrauen der „Berichterstattung“ eines Familienmitgliedes/Freundes/Bekannten/Kollegen, also im Hinblick auf Postings und veröffentlichte Blogartikel, mehr als seriösen Quellen, wie beispielsweise einem Nachrichtensender. Das zeigt, wie wichtig Authentizität und Vertrauen im Netz sind – zwei Pfeiler, die bei der Erstellung von Inhalten unbedingt zu berücksichtigen sind, gerade auch als werbetreibendes Unternehmen.

Rund 83% aller befragten User nutzen mehr als zwei Endgeräte zur selben Zeit. 47% gaben an, dass dadurch die Konzentrationsfähigkeit sinkt. Im Schnitt verwenden User rund 2,42 Endgeräte zur selben Zeit – der Fachbegriff für diesen Trend lautet „Multiscreening“. Fast jeder kennt das: Man sitzt vor dem Fernseher, nebenbei läuft der Laptop, weil zwischendurch vielleicht noch eine wichtige Mail reinkommt. Parallel dazu wird der Facebook-Messenger auf dem Smartphone genutzt, um mit Freunden und Bekannten zu kommunizieren. Ein Phänomen, das heutzutage fast alltäglich ist.

Fazit

Zugegeben: Die Studienergebnisse sind nicht sonderlich überraschend – vor allem wenn man das eigene Nutzungsverhalten unter die Lupe nimmt, wird das deutlich. Und so bestärken die Ergebnisse Website-Betreiber und Online-Marketer wieder einmal darin, auch in Zukunft auf hochwertigen Content (hier Verlinkung zum nächsten Blogartikel „Content Marketing 2016“ setzen) zu setzen und damit das Potenzial des Onlinemarketings voll auszuschöpfen.

Content muss durch ein ansprechendes Design überzeugen und für alle Bildschirmgrößen optimiert sein („Responsiveness“). Das sich ständig verändernde Konsumentenverhalten sorgt dafür, dass auch Content-Produzenten nicht „stehenbleiben“ dürfen, sondern eine ständige Weiterentwicklung und Orientierung an den Bedürfnissen der User entscheidende Erfolgsfaktoren sind.

Wer mehr rund um die Ergebnisse der Adobe-Studie erfahren möchte: Die gesamten Ergebnisse sind hier (PDF) zu finden.

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