Nicht ausgeschöpft: Das Potenzial von Content-Marketing

Content-Marketing stellt in vielen Unternehmen europaweit einen wesentlichen Bestandteil der Marketing-Strategie dar. Eine aktuelle Studie von HubSpot und Smart Insights1 zeigt jedoch auf, dass das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist.

In welchen Bereichen konkret ein Auf- und Nachholbedarf besteht, das haben wir im Folgenden für Sie unter die Lupe genommen.

Die Flut an Informationen

Der Briefkasten quillt über – ständig finden sich Werbezettel, kostenlose Zeitungen etc. im Briefkasten. Dasselbe kennen wir aus unserem E-Mail Postfach und auch wenn man im Web surft, begegnet einem immer wieder Werbung. Häufig sind es auch werbende Inhalte, die man auf den ersten Blick gar nicht unbedingt als solche erkennt.

Der Fachbegriff für Werbung im bekannten Umfeld lautet „Native Advertising“. Dabei werden die beworbenen Produkte und Dienstleistungen – zum Beispiel innerhalb eines Blogartikels – so gut zwischen mehrwerthaltigen Inhalten untergebracht bzw. beschrieben, dass sie nicht direkt als solche enttarnt und sogar (im besten Fall für die werbetreibenden Konzerne) unterbewusst wahrgenommen werden und dauerhaft im Gedächtnis bleiben. Darüber haben wir bereits ausführlich in einem unserer vorherigen Blogartikel berichtet. So wundert es nicht, dass das Bloggen im Rahmen der Hub Spot- und Smart Insights-Studie von den befragten Betrieben EU-weit als „effektivstes Content-Marketing-Instrument“ bezeichnet wird.

Content-Marketing in der Praxis

Die Umfrage hat gezeigt: Das Content-Marketing sorgt innerhalb der Betriebe zur Umsatzsteigerung und Lead-Gewinnung (= Gewinnung von qualifizierten Interessenten für das Produkt / die Dienstleistung). Aus diesem Grund haben sich rund zwei Drittel der befragten Firmen dazu entschieden, in diesem Jahr die Erstellung von Content weiter voranzutreiben und zu diesem Zweck Personal einzustellen (33%) oder eine Agentur zu bemühen (29%), wenn die eigenen zeitlichen und personellen Ressourcen die Erstellung von redaktionellen Inhalten nicht zulassen.

Natürlich zählt nicht nur das Bloggen zum Content-Marketing, sondern auch die Erstellung von E-Mail-Newslettern, Online-Magazinen und Infografiken. So bloggen rund 75% der Befragten regelmäßig, 66% fertigen E-Mailings und Online-Magazine an und 60% sind im Bereich „Infografiken“ unterwegs.

Die Verbreitung des Contents

Interessant ist auch, wie die Unternehmen auf ihren Content aufmerksam machen. Rund 51% setzen auf organische Reichweite, die aus langfristiger On- und OffPage-Suchmaschinenoptimierung resultiert. Die sozialen Netzwerke sind natürlich ebenfalls prädestiniert dazu, um den erstellten Content zu sharen und damit an Reichweite zu gewinnen. Etwa die Hälfte aller Befragten nutzt zu diesem Zweck das soziale Netzwerk „Facebook“, 39% verbreiten den Content über Twitter und 34% teilen ihre Inhalte über LinkedIn. Doch wo viel Licht ist, fällt bekanntlich auch Schatten. Was zunächst vorbildlich klingt, relativiert sich jedoch ein wenig, wenn man die weiteren Studienergebnisse durchsieht.

Die praktische Umsetzung

72% der Befragten geben zu, sich dem Content-Marketing nur sehr unregelmäßig zu widmen und dabei auch keine klare Strategie zu verfolgen. Und genau das kann einem, in einem informationsüberfluteten Netz mit großer Konkurrenz, schnell „das Genick brechen“. Eine Strategie hilft dabei, sich von der „Masse“ abzusetzen und dauerhaft (!) durch die Flut von Inhalten zur Zielgruppe durchzudringen.

Fazit: Es besteht noch Handlungsbedarf

Die größte Herausforderung besteht für die Befragten also in einem planvollen Vorgehen. Ist eine Content-Strategie einmal ausgearbeitet, heißt das jedoch noch lange nicht, dass der „Endpunkt“ erreicht wurde und man sich auf seinen Lorbeeren ausruhen kann.

Es gilt vielmehr, die Strategie regelmäßig zu überarbeiten und an die veränderten Bedürfnisse des Marktes bzw. der Zielgruppe anzupassen, um „up-to-date“ zu bleiben und nicht ins Hintertreffen zu geraten. Dabei spielt ein ausgeklügeltes Monitoring, also ein regelmäßiger „Check-Up“ der Onlinemarketing-Aktivitäten und eine Kontrolle der Kennzahlen, eine wichtige Rolle – genau wie die Hochwertigkeit der Inhalte, deren Ausrichtung an den Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppe sowie ein regelmäßiges Erscheinen der Inhalte.

Nun lässt sich nachvollziehen, warum die Studie von HubSpot und Smart Insights zu dem Schluss gelangt, dass das Potenzial von Content-Marketing bei Unternehmen noch lange nicht ausgeschöpft wird, auch wenn die Mehrheit aller Betriebe in der EU bereits seit langer Zeit in diesem Bereich aktiv ist.

1 Die Studie in Englisch finden Sie unter: https://offers.hubspot.com/european-content-marketing-report-2016

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