Das Alleinstellungsmerkmal – einzigartig sein

Das Wort „Alleinstellungsmerkmal“ ist Ihnen bestimmt schon ein paar Mal über den Weg gelaufen. Ob beim regelmäßigen Befüllen eines Blogs mit redaktionellen Inhalten, der Erstellung einer Website oder der Planung einer Marketing-Kampagne – das Alleinstellungsmerkmal hat eine wichtige Bedeutung und steht immer im Fokus.

Was ist ein Alleinstellungsmerkmal?

Produkte und Dienstleistungen werden bezüglich ihrer Funktionen immer austauschbarer. Da hilft nur eins: Einzigartig sein! Mit einem (oder mehreren) Merkmal(en), mit denen man sich von der Konkurrenz abhebt.

Ein Alleinstellungsmerkmal wird im Marketing-Fachjargon auch als „Unique Selling Proposition“ (USP) bezeichnet und stellt ein herausragendes Merkmal des Produktes oder der Dienstleistung dar.

Ziel dieses herausstechenden Merkmals ist es, sich in positiver Weise von den Wettbewerbern abzugrenzen. Die Kunden sollten sich mit dem Alleinstellungsmerkmal identifizieren können.

Das Alleinstellungsmerkmal herausfinden und ein Produkt oder eine Dienstleistung zu einer unverwechselbaren Marke werden lassen – das ist das „täglich Brot“ des Marketings. Klingt ganz schön knifflig? Auch wenn Sie weder BWL noch Marketing studiert haben, sollten Sie sich mit dem Thema „Alleinstellungsmerkmal“ ausführlich beschäftigen – schließlich möchten Sie mit Ihrem Blog langfristig erfolgreich sein.

Das Alleinstellungsmerkmal finden

Jedes Unternehmen weist seine ganz eigenen besonderen Charakteristika auf. Doch wie lassen sich diese am besten herausfinden? Am besten, indem systematisch vorgegangen wird.

In einem ersten Schritt wird eine Wettbewerbsanalyse durchgeführt. So lässt sich herausfinden, welche Produkte oder Dienstleistungen welche Wettbewerber anbieten, wo diese ihren Unternehmenssitz haben und welche Besonderheiten/Alleinstellungsmerkmale diese aufweisen. Dabei schlägt man auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Man bekommt durch die Recherche einen guten Einblick in die Wettbewerbssituation und kann gleichzeitig überprüfen, welche Marketing-Maßnahmen die Konkurrenz verfolgt.

Anschließend hinterfragt man sein eigenes Angebot und schreibt die (vielleicht bisher unausgesprochene) Unternehmensphilosophie nieder. Dazu gehören die angestrebten Werte, der Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern, die Ansprache der Zielgruppe, etc. – also wirklich alles, was im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit von Bedeutung ist. Wichtig ist, sich in die Zielgruppe hinein zu versetzen. Welche „Probleme“ könnten diese haben, die mit dem eigenen Angebot gelöst werden? Welche Bedürfnisse und Wünsche haben die potenziellen Kunden? Zeigen Sie Empathie.

Selbst neigt man gerne mal zur „Betriebsblindheit“. Deshalb bietet es sich an, diese Aufgabe zusammen mit Freunden oder Familienmitgliedern durchzuführen. Es kann durchaus hilfreich sein, wenn die Dinge aus einer anderen Perspektive gesehen werden.

Die Kunst besteht darin, ein Feingefühl für Kunden und die Besonderheiten des eigenen Angebotes zu erspüren. Noch so nebensächliche Gedanken können dabei von großer Bedeutung sein und sind zu notieren – aussortiert wird erst ganz am Schluss.

Zwei Merkmale miteinander kombinieren

Vielleicht hat sich nun nach dieser ersten Recherche kein besonderes Alleinstellungsmerkmal herauskristallisiert.

Kombiniert man aber nun zwei der notierten Begriffe miteinander, kann einen das bereits einen entscheidenden Schritt weiterbringen. Sind Sie zum Beispiel Schreiner und bauen individuelle Kleintier-Käfige? Dann könnte diese Kombination „Design von individuellen Kleintierställen“ das Alleinstellungsmerkmal sein.

Das Alleinstellungsmerkmal lässt sich eruieren, indem eine Fachkompetenz benannt und mit einer speziellen Zielgruppe kombiniert wirst. Diese Kombination darf ruhig ausgefallen und völlig neuartig sein – natürlich muss sie aber auch realistisch umzusetzen sein – zum Beispiel „Web-Design für Frisöre“.

Die treffende Formulierung

Nun geht es also darum, das Alleinstellungsmerkmal treffend und einzigartig zu formulieren, um die Aufmerksamkeit und Neugier der Kunden zu wecken. So könnte der Web-Designer für Frisöre sein Alleinstellungsmerkmal in dem Slogan „Ich frisiere Ihren Web-Auftritt“ verpacken oder sich „Der Web-Friseur“ nennen. In diesem Punkt darf man ruhig kreativ sein: Je ausgefallener und einprägsamer, desto besser. Trotzdem muss die Zielgruppe natürlich ohne zögern verstehen können, worum es sich bei der Kernkompetenz handelt.

An dieser Stelle kann auch mit Werten und „archetypischen“ Begriffen gearbeitet werden. Schlagworte wie Liebe, Treue, Geborgenheit etc. rufen bei den Kunden ein vertrauensvolles Gefühl und – in Verbindung mit der Geschäftsidee – Emotionen hervor.

Für Mutige: Selbst eine Marke / ein Meinungsführer sein

Vielleicht sind aber auch Sie selbst als Person das Besondere an Ihrer Geschäftsidee? Dann besteht eine weitere Möglichkeit darin, dass Sie sich selbst zur Marke und zum Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens machen – so wie es auch schon Rach, der „Restauranttester“ oder viele andere (Führungs-)Persönlichkeiten getan haben.

Wer selbst eine Marke sein will, braucht nicht nur Mut, sondern wird auch einiges an Zeit und Marketing-Maßnahmen aufwenden müssen. Um sich selbst ins rechte Licht zu rücken, die Bekanntheit langfristig zu steigern und sich als Meinungsführer zu etablieren, das ist gar nicht so einfach. Am besten funktioniert das mit einem fundierten Konzept, das mehrere Kanäle und Maßnahmen umfasst: Vom Halten von Vorträgen und Workshops, bis hin zum Schreiben von E-Books, der Tätigkeit in verschiedenen sozialen Netzwerken und so weiter.

Fazit

Mit einem treffend formulierten Alleinstellungsmerkmal ist bereits die „halbe Miete“ gewonnen. Nun gilt es, das Alleinstellungsmerkmal mit Leben zu füllen – zum Beispiel über einen Blog, der regelmäßig mit redaktionellen, einzigartigen Inhalten gefüllt wird, die für die Zielgruppe von Interesse sind.

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