Storytelling auf dem Blog: Mit Geschichten zum Erfolg

Konsumenten werden gegenüber Produkten und Dienstleistungen und auch gegenüber der Werbung immer kritischer – das haben Sie bei sich selbst bestimmt auch schon beobachtet, oder? Qualitativ unterscheiden sich die Angebote der Unternehmen kaum voneinander.

Erfolgreich werben ist deshalb heutzutage schon fast eine Herausforderung. Harte Fakten und Zahlen interessieren heutzutage nur noch die wenigsten Kunden – und schon gar nicht in der Werbung. Wer Fakten benötigt, recherchiert im Internet oder fragt im stationären Handel einen Fachexperten.

Aber gibt es einen Ausweg, damit man mit seinen Informationen rund um das angebotene Produkt- und Dienstleistungsportfolio einen Zugang zu den Kunden findet? Die Antwort lautet klar und deutlich „ja“.

Um einen Zugang zu den Kunden zu finden, müssen die Inhalte auf dem Blog unverwechselbar, authentisch und emotional sein. Zugegeben, das hört sich nicht gerade einfach an. Ist es aber, denn: Hierfür bietet sich als Instrument das so genannte „Storytelling“ an.

Was ist Storytelling?

Was im Marketing-Fachjargon auch als „emotionale Produktdifferenzierung“ bezeichnet wird, heißt zu Deutsch: Authentisch sein. Und die Kunden mit Emotionen und Geschichten aus dem Alltag berühren. „Storytelling“ ist also eine Art Erzählmethode, die dazu dient, die Geschäftsidee/Produkte/Dienstleistungen und die Informationen drumherum glaubhaft und unterhaltsam darzustellen.

Dabei geht es natürlich nicht darum, etwas vorzutäuschen, was gar nicht der Fall ist und „Märchen“ zu erzählen. Genutzt werden Metapher, Bilder und Emotionen. Aus trockenen und erklärungsbedürftigen Themen wird eine emotional-ansprechende Geschichte. Welche Emotionen dabei beim User ausgelöst werden, ist natürlich dem werbetreibenden Unternehmen überlassen – ob ekeln, gruseln, lachen, weinen oder wütend: Die ganze emotionale Bandbreite lässt sich hier ausschöpfen!

Welche Wirkung hat Storytelling?

Interessant ist, welche Wirkung emotionale Geschichten auf User haben: Beim Ansprechen der Gefühlsebene werden rationale Denkmuster vorübergehend ausgeschaltet. Die Aufmerksamkeit wird auf den Inhalt der Geschichte gelenkt – und das passiert ganz unterbewusst. Geschichten bleiben, anders als Zahlen und Fakten, länger im Gedächtnis haften und schaffen eine Bindung zwischen uns und dem Erzählten.

Ein Beispiel hierfür sind die Videos von Red Bull – denken Sie nur mal an das vom längsten freien Fall mit Felix Baumgartner. Gebannt verfolgt man die Story, die „Blockbuster-Qualitäten“ hat. Man vergisst oder bemerkt nicht einmal, dass es sich eigentlich um ein Video mit Werbezwecken handelt. Die Story ist fesselnd, einzigartig und abenteuerlich. Am Schluss wird die Marke eingeblendet und damit der gewünschte Werbeeffekt forciert. Und stört uns das? Nein, denn wir wurden vorher großartig unterhalten.

Für wen eignet sich Storytelling?

Storytelling setzen heutzutage bereits viele Unternehmen gekonnt für Werbezwecke ein. Es eignet sich, unabhängig von der Größe des Unternehmens, der Branche, dem angebotenen Produkt oder der Dienstleistung für die Marketing-Zwecke nahezu jeder Firma.

Storytelling ist grundsätzlich nicht an ein spezifisches Medium gebunden – eignet sich aber hervorragend, um dem Blog „Leben einzuhauchen“.

Das Storytelling umfasst eine Reihe von Möglichkeiten, die man sich ganz zu Nutze machen kann. Die Grundlage von alledem ist es, die Interessen und Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe ganz genau zu kennen und diese über das Erzählen von Stories ganz gezielt zu „triggern“. Bevor die Geschichte erzählt wird, ist es wichtig zu definieren, welches Ziel man damit verfolgt. Auch hier gilt, wie immer wenn es um das Thema „Marketing“ geht: Ein fundiertes Konzept ist die halbe Miete.

Neugier wecken
Ein wirkungsvolles Instrument im Rahmen des Storytellings ist es, die Neugier der Kunden zu wecken. Zeigen Sie ihnen etwas völlig neuartiges – zum Beispiel eine völlig andere Perspektive, aus der das Produkt oder Ihre Dienstleistung betrachtet werden kann.

Emotionen nutzen
Emotionen sind perfekt dafür geeignet, die Aufmerksamkeit der Kunden zu generieren. Ein süßes Baby mit Kulleraugen, ein Hundewelpe oder ein Heiratsantrag – je nachdem, was eben mit dem Unternehmen bzw. dem Zweck der Marketingbotschaft in Verbindung gebracht werden kann. „Kreativ sein“ und auch mal – auf den ersten Blick – ungewöhnlich erscheinenden Ideen nachgehen, so lautet die Devise. Auch das Spielen mit Klischees, zum Beispiel mit der „Männergrippe“, ist in diesem Zusammenhang eine gute Idee.

Problemlöser sein
Beruht die Geschäftsidee darauf, dass mit dem angebotenen Produkt / der Dienstleistung ein Problem der Kunden gelöst wird? Perfekt, das ist die beste Voraussetzung, um eine Geschichte zu erzählen.

Ein Beispiel:
Stellen Sie sich vor, Sie haben ein völlig neuartiges Bügeleisen erfunden und möchten Ihre Geschäftsidee in die Welt tragen. Ihre Story:
„Immer genau dann, wenn ich die Bundesliga-Spiele verfolge, wettert meine Frau extra laut aus der Waschküche: Schon wieder hat sie sich am Dampf des Bügeleisens verbrannt! Unerträglich – Da bin ich auf die Idee gekommen, ihr das Leben ein wenig einfacher zu machen … so hab ich endlich meine Ruhe beim Fußballschauen“.

Mit solch einem Einstieg sichert man sich erstens ein wissendes Lächeln der männlichen (und bestimmt auch der weiblichen) Leser – entscheidend ist aber natürlich, was danach kommt bzw. wie die Geschichte weiter erzählt wird. Wichtig ist, dass das Ganze authentisch wirkt – ob es nun tatsächlich so zur Geschäftsidee kam, sei einmal dahingestellt.

Aber nicht nur für den Blog, auch für Präsentationen, als Einstieg auf der Internetseite oder im Rahmen eines Videos, eignen sich solche Geschichten wunderbar. Wie schon gesagt, das Storytelling ist nicht an ein bestimmtes Medium gebunden.

Fazit

Heutzutage ist es von entscheidender Bedeutung, sich im Rahmen der Marketing-Kommunikation von Wettbewerbern abgrenzen, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu erlangen und dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben.

Das Storytelling stellt in diesem Zusammenhang ein sehr effektives Instrument dar, welches sich insbesondere auf dem Blog, in einzelnen Artikeln oder ganzen Artikelserien, unkompliziert anwenden lässt.

Kreativität und ein Gespür für die Zielgruppe sind dabei das A und O, um mit Emotionen zu punkten!

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