Der Google+ Author-Rank: Vorteile für Blogautoren

Als Unternehmen “Gesicht zu zeigen” hat im Marketing eine ganz besondere Bedeutung und steht für Authentizität und Glaubwürdigkeit. Google hat diesen Trend erkannt und den Google+ Author-Rank eingeführt – so soll das World Wide Web an Anonymität verlieren und Usern dabei helfen, gute und relevante Inhalte zu finden. Aber der Google+ Author-Rank dient noch einem ganz anderem Zweck, denn: Damit gelingt es Google, neben vielen anderen Faktoren, auch den Autor selbst mit in das Suchmaschinen-Ranking einzubeziehen. So lautet die Frage nicht mehr nur: Woher kommen die Links und die Inhalte einer Website, sondern auch von wem stammen sie.

Update: Nach einer Datenpanne 2018, plant Google den Plus-Dienst 2019 einzustellen…

 

Vorteile für Blogautoren

Google Author Rank

Wer Beiträge im Internet veröffentlicht, beispielsweise auf Google+ oder auf Facebook, der erhält ein Like oder ein „+1“ als positive Resonanz von den Lesern. Dies wird von der Suchmaschine registriert. Wer häufige geliked wird oder ein +1 erhält, wird von Google als „relevanter Autor“ eingestuft. Sind Inhalte mit einem Google+-Profil verknüpft, wirkt sich das auf das Snippet der Suchergebnisseiten aus, denn hier wird nun das Bild des Autors angezeigt. Das fällt nicht nur in den Listen der Suchmaschinen-Ergebnisse besser auf, sondern schafft bei den Lesern auch Vertrauen. Vertrauenswürdig erscheinende Suchergebnisse werden von den Usern bevorzugt angeklickt. Für die Verknüpfung der Inhalte mit dem Google+-Profil stehen zwei Alternativen zur Verfügung, die wir im Folgenden erklären.

Möglichkeit 1: Inhalte über eine bestätigte E-Mail-Adresse verknüpfen

Zunächst muss man sich bei Google registrieren und ein Profil erstellen, in welchem die relevanten Informationen hinterlegt werden. Wichtig ist, dass auf dem Profilbild das Gesicht gut zu erkennen ist, denn in der Übersicht der Suchmaschinen-Ergebnisse sollte das Bild bereits – trotz der kleinen Größe – Professionalität ausstrahlen. Daneben ist sicherzustellen, dass der Autor namentlich unter den erstellten Artikeln im Netz genannt ist – und dieser Name muss natürlich auch mit dem des Google+ Profils übereinstimmen. Anschließend wird bestätigt, dass auch eine E-Mail-Adresse mit derselben Domain existiert, auf welcher sich die publizierten Inhalte befinden. Hierzu wird die Seite „Urheberschaft“ aufgerufen und die jeweilige E-Mail-Adresse an Google gesendet. Anschließend können beliebig viele Beiträge in dieser Domain publiziert werden. Unser Tipp: Soll die E-Mail-Adresse nicht öffentlich angezeigt werden, kann dies in den Einstellungen deaktiviert werden.

Möglichkeit 2: Inhalte über bestätigte Mail-Adresse mit Google+-Profil verknüpfen

Um die Urheberschaft einzurichten und die Inhalte mit dem Google+-Profil zu verknüpfen, sind mehrere Schritte notwendig: Zunächst wird von der eigenen Website aus ein Link zu dem Google+-Profil des Autors erstellt, der folgendermaßen aussieht:

Anschließend wird der Bereich „profile_url“ durch die URL des Google+-Profils ersetzt. Dabei muss der Link zwingend den Parameter „?rel=autor“ enthalten, da die Suchmaschine sonst nicht den Content dem Profil des Autors zuordnen kann. Daraufhin wird im Google+-Profil der Bereich „Links“ bearbeitet, indem bei „Benutzerdefinierten Link hinzufügen“ die URL der Seite, die den Content enthält, eingegeben wird. Ein Klick auf „Speichern“ schließt den Prozess ab. Wer nun überprüfen möchte, welche Daten Google aus der Seite herauslesen kann, kann das zur Verfügung stehende „Test-Tool“ von Google nutzen. Erkennt Google die Autoreninformationen nicht richtig, könnten folgende Probleme aufgetreten sein:

  • 1. Das gewählte Profilbild ist nicht gut erkennbar.
  • 2. Die Anzeige in der Suche ist in den Profileinstellungen deaktiviert. Die Einstellungen können überprüft und in „Andere sollen mein Profil in den Suchergebnissen finden können“ geändert werden.
  • 3. Die Inhalte befinden sich erst seit kurzer Zeit im Netz. Es kann einige Tage dauern, bis die Autoreninformation in der Google-Suche erscheint.
  • 4. Die E-Mail-Adresse für die Urheberschaft wurde nicht bestätigt.
  • 5. Der Content weist keinen Verweis auf den Urheber (Vor- und Nachname) auf.
  • 6. Vor- und Nachname des Urhebers stimmen nicht mit den Angaben im Google+-Profil überein.
  • 7. Der Link „rel=author“ ist nicht auf der Inhaltsseite vorhanden und / oder verweist nicht auf das Profil.
  • 8. Der Meta-Tag „noindex“ wurde verwendet – in diesem Fall kann Google keine Informationen zur Urheberschaft anzeigen.

Google+-Profil mit WordPress verknüpfen

jetgplus

Quelle: https://de.jetpack.com/

Das Google+-Profil kann auch direkt mit WordPress verknüpft werden. Was bislang eher umständlich – über den Einbau des Authorship-Markups von Hand in den Quelltext – funktionierte, ist nach einem Update des Jetpack-Plug-Ins nun ganz bequem möglich. Ist die Funktion „Google+-Profile“ im Rahmen des Jetpack-Plug-Ins aktiviert, kann der Blogautor unter „Einstellungen“ das Profil mit dem Blog verknüpfen.

Fazit

Indem man „Gesicht zeigt“ positioniert man sich als Blogautor im Netz und sorgt bei Lesern und der Suchmaschine Google gleichermaßen dafür, Expertenstatus und Relevanz zu signalisieren. Bei der Verknüpfung der Inhalte mit dem Google+-Profil sollte nach der zuvor beschriebenen Anleitung vorgegangen werden, damit diese auch richtig von statten geht und Google die relevanten Autoreninformationen aus der Seite herauslesen kann.

Hilfreiches

» Bloghoster – Kostenlos vs. kostenpflichtig

 

Quellen:

https://support.google.com/webmasters/answer/1408986?expand=option2 | https://plus.google.com/authorship | https://support.google.com/webmasters/answer/93710 | https://support.google.com/webmasters/answer/93710; Bild: © BlueSkyImages – Fotolia.com

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