Google: Update des Core-Algorithmus

Wer einen Blog sein Eigen nennt, hat immer alle Hände voll zu tun. Von der Erstellung regelmäßiger Redaktionspläne und dem zugehörigen Content bis hin zur Suchmaschinenoptimierung. Und damit es auch ja nicht langweilig wird, schraubt Google auch noch regelmäßig an seinen Rankingfaktoren und dem Algorithmus.

Anfang des Monats hat Google ein großes Update vorgenommen – vielleicht sind Ihnen Spekulationen rund um diese Aktualisierung bereits zu Ohren gekommen.

Wir haben im Folgenden die wichtigsten Fakten rund um den Core-Algorithmus und die aktuellen Modifikationen für Sie zusammengestellt.

Google: Das Algorithmus-Update

Schon seit einigen Wochen kursierten in der Branche Gerüchte und Vermutungen dahingehend, dass Google mal wieder Veränderungen an seinem Algorithmus vornimmt.

Bevor wir uns den Details widmen, erklären wir erstmal einige „Basics“.
Der Google-Algorithmus dient grundsätzlich dazu, Webauftritte nach bestimmten Kriterien zu bewerten und entsprechend ihrer Relevanz in den Google-Suchmaschinenergebnissen ranken zu lassen. Das erklärte Ziel dahinter ist: Die Suchergebnisse für die User noch relevanter zu gestalten.

Diese Tatsache, dass Google seinen Algorithmus häufig auf den neuesten Stand bringt, ist nicht neu. Täglich werden kleinere Anpassungen vorgenommen, bei denen Website- oder Blogbetreiber meist keine Auswirkungen spüren.

Große Veränderungen hinterlassen aber ihre Spuren. Und zwar immer dann, wenn Google seinem Kernalgorithmus (auch „Core Algorithmus“ genannt) aktualisiert. Wenn das geschieht, bedeutet dies konkret: Inhalte und Daten von Websites werden, nach entsprechenden Kriterien, neu bewertet und indexiert.

Das passiert zwar über das Jahr gesehen nur sporadisch. Aber wenn es soweit ist, kann man als Betreiber eines Webauftritts mit großen Neuerungen rechnen. Sie erinnern sich aus der Vergangenheit in diesem Zusammenhang vielleicht an das Google Penguin- oder Google Panda-Update.

Alle Veränderungen haben eines gemeinsam:
Ob und wann ein Update ausgerollt wird, ist zuvor nicht bekannt – und auch nicht, welche Auswirkungen dies haben wird. Zumindest gibt es – nach einigen Wochen des Rätselratens – von Google aber ein Statement, bei denen das Update bestätigt wird. Allerdings üblicherweise ohne Betroffenen Handlungsempfehlungen zu geben.

Nun aber zu dem aktuellen Update. Betrachtet man die Kurve des Sichtbarkeitsindex, so wie es Brancheninsider in diesen Tagen getan haben, dann fällt auf:
Die Aktualisierung wurde vermutlich zwischen dem 09. und 11. März 2018 gefahren. Bereits einige Tage zuvor gab es aber spürbare Auswirkungen: Einige Seiten verloren und andere gewannen an Sichtbarkeit.

Zum Hintergrund

Der Sichtbarkeitsindex stellt eine wichtige Referenz dar wenn es darum geht, die Position bzw. den Wert eines Webauftritts abzubilden. Je höher dieser Wert ausfällt, desto besser steht es um die Sichtbarkeit der Seite. Zahlreiche SEO-Tools, wie zum Beispiel von Sistrix, weisen einen Sichtbarkeitswert aus. Zu beachten ist allerdings, dass die darstellenden Tools unterschiedliche Grundlagen verwenden.

Unabhängig davon: An der Entwicklung des Wertes können Veränderungen durch Google-Updates abgelesen werden – und genau das haben Branchenkenner Anfang des Monats beobachtet. Welche Seiten an Sichtbarkeit gewonnen oder verloren haben, lässt wiederum Schlüsse darauf zu, welche Modifikationen am Algorithmus vorgenommen worden.

Entwicklung der Sichtbarkeit verschiedener Domains

Auffällig ist, dass vor allem Seiten, die viel Content beinhalten, zu den Gewinnern des Updates gehören. Seiten wie xing.com oder youtoube.com haben in diesen Tagen an Sichtbarkeit gewonnen und scheinen von dem Update zu profitieren. Websites mit reinen Aufzählungen, wie duden.com oder telefonverzeichnis.de, haben dagegen deutlich an Sichtbarkeit verloren.

Bestätigung durch Google: Ein Update hat stattgefunden

Am 12. März hat Google das Update nun offiziell bestätigt. Hier ein Auszug aus den aktuellen Google Twitter-Nachrichten:

Bestätigung Google Update März 2018
Quelle: https://twitter.com/searchliaison/status/973241543636148225

Kurz und sinngemäß übersetzt bedeutet das: Das Ziel der Neuerungen bestand nicht darin, bestimmte Seiten abzustrafen, sondern lediglich bislang unterbewertete Seiten zu „pushen“. Es kann auch sein, dass diese Seiten im Zeitablauf wieder an Sichtbarkeit gewinnen.
Trotzdem sind die genauen Hintergründe bislang unklar und stützen sich, wie eben erläutert, hauptsächlich auf die Veränderungen im Sichtbarkeitsindex. Deutlich scheint aber zu sein: Die Modifikationen haben nichts damit zu tun, dass Google aktuell Websites in den Mobile-Index umzieht. Auch ein Zusammenhang mit dem Vorhandensein bzw. der Qualität von Backlinks scheint nicht zu bestehen.

Handlungsempfehlungen und Fazit

Hochwertiger und einzigartiger („unique“) Content ist schon seit langem als wichtiger Google-Rankingfaktor bekannt. Nicht umsonst heißt es in der Branche: „Content is King“. Wer sich die Zeit nimmt, regelmäßig Inhalte zu erstellen, die den Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechen, ist also in jedem Fall auf der richtigen Seite – und mit ziemlicher Sicherheit auch in Bezug auf das neue Google Update.

Unsere Handlungsempfehlungen

  1. Sicherlich haben Sie bereits eine Keyword-Analyse durchgeführt, bevor der Blog gestartet wurde. Dies sollte in regelmäßigen Zeitabständen wiederholt werden – schließlich ändern sich die Suchvolumina und der Wettbewerb von Suchbegriffen im Zeitablauf. Ein Grund hierfür ist vor allem das sich stetig verändernde Suchverhalten der User.
  2. Nicht nur die Keywords und das Suchverhalten sollten regelmäßig unter die Lupe genommen werden, sondern auch die Bedürfnisse der Zielgruppe hinsichtlich des dargebotenen Contents. Versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe hinein und überlegen Sie, welche Inhalte in ihrer Breite und Tiefe relevant sein könnten.
  3. Erstellen Sie regelmäßig Blogartikel, die sich von Wettbewerbern unterscheiden, „einzigartig“ sind und entsprechenden Mehrwert enthalten.
  4. Blogartikel sollten nicht nur gut geschrieben sein und den Interessen der Zielgruppe entsprechen, sondern auch optisch ansprechend aufbereitet sein – mit Zwischenüberschriften, zum Inhalt passenden Infografiken und Bildmaterial.

Wer diese Aspekte beachtet und sich zudem an weiteren wichtigen Google-Rankingfaktoren orientiert, wird langfristig von einer guten Positionierung in den Google-Suchmaschinenergebnissen profitieren – und braucht auch keine Angst vor Updates zu haben!

Wir halten Sie an dieser Stelle natürlich auf dem Laufenden, wenn es wichtige Neuigkeiten rund um den Google-Algorithmus gibt.

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